Vor 33 Jahren

Wie mich Gabi erinnerte, hatte ich am 20.9. mein 33 jähriges Zwingerjubiläum, also vor einem Monat.

Wie war das vor 33 Jahren, als die alten Bekannten aus den Whippetkreisen noch klein oder sehr jung waren? Gab es da auch schon all die Geburnouteten, all die Wattebällchenwerfer, die Whippetversteher und Whippetflüsterer, die Whippetkommunikatoren und all die vielen Whippetzüchter und solche, die sich so nennen? Haben da Anfänger in der Rasse auch gleich drei Würfe gleichzeitig gezogen?

Das waren noch Zeiten, als Ausstellungen Zuchtschauen waren, als Zuchtwarte ihre Aufgabe ohne Ansehen der Person wahrnahmen, als Funktionäre ihre Ämter mindestens bis zum Ende der Wahlperiode inne hatten und Windhundtrainung eine Art Ausbildung für die Rennbahn darstellten.

Wie konnten wir nur ohne Wurfzelte und ohne Faltkennels, ohne Wintermäntelchen und Trageklappkörbchen ohne handy und liveblogging überleben? Und vor allem unsere Hunde? Wie konnten sie auch ohne darm-dyn und Zeckenhalsband, ohne Transponder und Welpengewöhnhalsbändchen überhaupt groß werden? Wie konnten Welpen ohne Schleppleine, ohne speziellen Welpenkostfutterplan und ohne Hundecoaching, ohne Welpenspielgruppe, Welpenerziehungskurs und ohne Welpenindoorkennel überhaupt zu richtigen Whippets gedeihen?

Mein Güte, all die alten Züchter, die müssen doch alles falsch gemacht haben. Nur einen Wurf alle paar Jahre? Nur einmal durchs Alphabet im ganzen Leben? So einfach aus reiner Freude an der Sache? Konnte Qualität nur durch Quantität erreicht werden? Durchschnittliche Wurfanzahl von 150 pro Jahr.

Wie konnte nur ein Züchter auf die Idee kommen Whippets zu verpaaren, die nicht eine ellenlange Liste von Multichampionaten vorweisen oder einen hochkarätigen Stammbaum aller international renommierter sogenannter Topbreeder zu vereinen? Möglichst nicht verwandter Tiere, versteht sich!

zuchtgruppespulopicckyxy2 Superfly’s Zuchtgruppe, v.l.n.r. Superfly’s Swinging Soulmann, Pickaninny und XyasEcstasy

Oder anders herum, es konnte ein Züchter noch wagen seine eigene Zuchtlinie aufzubauen, natürlich unter zu Hilfe nahme von Linienzucht ohne gleich in Bausch und Bogen verdammt zu werden. Wie sollte er denn sonst einen eigenen Zwingertyp hervorbringen können, wenn er alles was so in der Küche zu finden ist, durcheinander kocht, ohne ein Rezept und ohne darauf zu achten, welche Zutaten stimmig sind und miteinander ein vollkommenes Gericht ergeben? Zucht ist kreativ, aber deshalb nicht zufällig.

Die Idee von einem Whippet steht am Anfang. Alles ist aus dem Geist heraus geschaffen, nichts durch würfeln.

Hätte ich nur gewürfelt was entweder groß angesagt oder mit unzähligen Titeln versehen gewesen wäre, hätte ich nicht über Generationen hinweg immer wieder denselben Whippet zustande bringen können. Tja, was modern ist, muss ja nicht auch fortschrittlich sein. Kommt modern nicht irgendwie von Moder? Inzwischen vermodert alles mehr und mehr.

Und ja, ich stimme den Menschen zu, die sagen, ich dürfe nicht aufhören und so Gott will, werde ich auch dezent meine Superfly’s weiter züchten. Mal wieder korrigieren und nie mein Ideal aus den Augen verlieren. Das ist zeitlos und muss sich nicht anpassen. Wie lustig, wenn wir mit Leuten sprechen, die so lange schon mit Whippets zu tun haben, dass diese teilweise entsetzt sind, was so alles noch unter Whippet läuft. Wie bitte? Es gibt 20Kilo Whippets?

Vor 33 Jahren hatten wir noch Whippets, die bequem auf den Schoß passten, die bequem ohne einen Bandscheibenvorfall zu riskieren, auch die Treppen bis zur 4.Etage hochgetragen werden konnten. Wir hatten Whippets, die mühelos mit einem Arm hochgehoben werden und unter die Achsel geklemmt werden konnten.

Ja auch in meiner Zucht gibt es den einen oder anderen Ausfall der schwereren und größeren Whippets, das bleibt nicht wirklich aus, wenn man auch mit Amerikanischen Whippets züchtet und wir heutzutage alles in unsere Hunde bis zum Übermaß hineinstopfen. Überwiegend und in der Breite betrachet hat sich aber mein Ideal von der Rasse erhalten und durchgesetzt.

Und vor allem es gibt auch die m.E. maß- und typvollen und die müssen m.E. einfach wieder vermehrt in die Zucht gelangen. Völlig egal, wie das von anderen beurteilt wird.

Vor 33 Jahren war ein Hund auch schon einmal krank oder in einer Familie gelandet, die ihm nicht so wünschenswert gerecht wurde. Was für eine Katastrophe…heute! Krankheitsanzeichen und Verhaltensprobleme! Die gesamte HEEL-Palette im Schrank, Globuli hier, Bachblüten da, Schutzsteine und Fußreflexzogenmassage, Akkupunktur, Heilwässerchen und wenn das alles nicht hilft, dann fragt man telepathisch direkt nach, was der Hund uns rät. Sind wir irre geworden? Hundezucht selbst ist zu einer Technik verkommen. Hilfsmittel hier, Gentests dort, Analysen und Programme, Paragraphen und Bestimmungen, die am Ende gar nichts nützen, wenn aus Zucht nur noch ein Betrieb wird. Ich kann mich noch an Landeszuchtwarte erinnern, die man fragen, mit denen man freundlich plaudern konnte, die Interesse zeigten und Spaß hatten Welpen anzusehen.

Heute züchtet man betriebsmässig Sieger und zwar ausschließlich Sieger für die Wettbewerbe… oder doch einfach nur Whippets? Oh, nein nicht einmal das. Wo Whippet dran steht ist schon lange nicht mehr Whippet drin. Galgo- oder Greyhoundlike ist das, was selbst Richter als whippettypisch bezeichnen. Es gibt doch gar keine Veränderung im Rassetyp! Alles ist doch beim Alten. Liegt dieses Urteil an der Abnahme der Sehfähigkeit oder an der mit dem Alter zunehmenden Gelassenheit? Nun, dann brauche ich meine Brille nur zum Lesen und bin ein echter Twen. Nur mal so gedacht.

Outdoor Puppies

Bei dem schönen Wetter waren die Welpen zum ersten Mal draußen und hatten gleich ganz viel Besuch. Ein paar Fotos müssen reichen, denn daraus erkennt man, dass die Puppies gut drauf sind.

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Tirza hat keine Berührungsängste

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Tabeal

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Talmai und Co

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Timothy

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Tirza

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Talmai im Welpengalopp

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Tryphena und Tobija

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Tobija und Tirza

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Tamar

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Tobija

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Tirza

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Talmai schnellen Schrittes

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Tamar

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Timothy und Co

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noch einmal Talmai

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Herzchen Tamar

verschnupfte Whippetanwärterin

Nun ist Doreen verschnupft. Kommt davon, wenn man in der Gegend rumreist und hier nicht persönlich vorbei kommt und sich das hier entgehen lässt.

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Die Puppies sind heute zum ersten Mal outdoor

Whippet im Herbstnebel

Zwei wunderschöne Fotos, die die Stimmung sehr gut einfangen, hat mir Susanne von Sali geschickt.

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Superfly’s Salome, Foto: Susanne Illich

Ja solche Fotos liebe ich sehr. Vielen Dank, Susanne.

Sali hat Frauchen auch immer im Blick und würde sich nicht einfach absetzen, sagt Susanne.

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Sali vergewissert sich, Foto: Susanne Illich

Neues von der Welpenfront

Die letzten Nächte waren davon geprägt, dass abwechselnd Omnia zu den Welpen ging und sie wach machte, um dann wieder zu verschwinden. Plärr, Jammer, Trippel, Trappel, Pool rein Pool raus. Kaum waren die Welpen eingeschlafen, Krita rein zu den Welpen, sozusagen angefixt, dann wieder raus. Das gleiche Spiel von vorn. Kaum waren die Welpen dann erneut eingeschlafen, ging wieder Omnia hin, stellte sich und ließ ein wenig saugen und schob dann wieder ab.

Babies in Aufruhr, wieder Jammern, Plärren, Trappeln, Pool rein, Pool raus.

ddvdT die drei von der Tankstelle

Dann hatte ich gestern Nacht ein absolutes Besuchsverbot verordnet und alles konnte friedlich durchschlafen. Tabeal, Tobija und Talmai streben Richtung Ausgang, versuchen die Köpfe durch die Gitter zu stecken und das heißt, wir müssen mal groß. Hier drin machen wir das nicht mehr. Blieb ihnen aber nichts anderes übrig. Tabeal, schlau wie er ist, erklomm den Karton und setzte mitten drauf sein Geschäft ab. Man erlebt immer wieder neue Sachen….

Das Rooming-In funktioniert also bestens. Regelmässig wird geputzt, während Omnia als Zapfsäule fungiert, danach wird gefüttert und anschließend gespielt. Dann läßt sich Krita von den Welpen etwas quälen….und sie beißen schon ordentlich in ihre Ohren und Beine. Mittags wird gereinigt, gespielt und geklettert, nachmittags gekuschelt und gespielt und gefightet und abends gefüttert und anschließend gespielt und gekuschelt und alles wieder von vorn. Jutta hat gestern in aller Seelenruhe den Welpen die Krällchen geschnitten. Sie ist ein tolles kennelmaid mit sehr viel Ruhe und Besonnenheit.

1710a Nachmittags-Spielstunden

Tamar hat vor zwei Tagen nach ihrem Geschäft erledigen rückwärts ‘raus gekratzt. Heute haben wir es beide gesehen und waren erstaunt. Sie scharrt nach Urin- und Kotabsatz!

Tabeal markierte den Macker und wollte Talmai gegenüber seine Stärke zeigen. Da hatte er aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn Talmai hat ihn in Windeseile trotz seines Imponiergehabes  kurzerhand auf Kreuz gelegt und sich dann drohend mit geöffnetem Mäulchen über ihm in Pose gestellt. Erledigt.

Timothy hat es faustdick hinter den Ohren. Er tut so auf “niedlich”, aber wenn er in die Finger beißt, reicht ein AU nicht aus. Während die anderen sofort nachlassen und die Finger lecken, setzt Timothy noch einmal nach. Er braucht eine extra Ansage. Dasselbe macht er auch mit Krita, die ihn mehrmals ermahnen muss.

1710d beliebter Kletterkarton

Tirza und Tryphena lieben es, genauso wie die großen Jungs Tabeal und Talmai (100 g mehr als die anderen Rüden) es sich auf uns gemütlich zu machen und einzuschlafen. Tobija und Tamar sind ganz schön auf zack. Die beiden sind immer dabei, wo was los ist. Unterlagen zerren, Decken herunterziehen und Bällchen spielen.

1710TirzaTimmy lernen und aufpassen

Tryphena wedelt schon am häufigsten und Tabeal, Talmai und sie reagieren schon auf ihre Namen. ALLE können das Signal Futter sofort heraushören und springen gemeinsam und aufgeregt aus dem Pool.

1710Talmai nachdenken, schlafen oder noch nicht?

Tobija, Tamar  und Tabeal jagen den Wischlappen und setzen sich auf dem Schrubber und lassen sich hin und herfahren.

1710tryphena den Scheitel nachziehen

Tryphena kann gut kabbeln und ist schnell und fast überall zugleich.

1710h üben und nochmals üben 1710g Oberarme trainieren 1710e Höhenunterschiede überwinden 1710hi Beine beklettern   1710 kurz vor dem Einschlafen eine schon etwas müde Truppe

Meistens wird das Pipi zielgenau auf den Unterlagen erledigt. Trotz allem sind die Welpen sehr ruhig und recht anspruchslos…noch! Sie stehen noch nicht am Gitter und wollen raus und sind noch mit der Kennelgröße zufrieden. Und auch sonst haben sie genug Abwechslung und haben mit jedem Wachwerden neue Ideen.

Und nun noch ein kleines Flimchen vom friedlichen Gute-Nacht-Spielen im Pool. Viel Vergnügen:

Entzückende Fotos von den Superfly’s Welpen

Nun möchten wir unseren Besitzern in spe und die es noch werden wollen ein paar schöne Puppyfotos zeigen. Dank an Jutta, die fleißig assistiert hat.

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Tryphena und Timothy, 4 1/2 Wochen alt

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Timothy und Tryphena

Tobija&Tamar
Tobija und Tamar

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Tamar und Tobija

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Tabitha und Tabeal

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Talmai und Tirza

Talmai ist nun doch nicht schwarzgestromt! Hier sieht man den Unterschied deutlich zu Tirza.

4 Wochen Metamorphose

Nicht, dass aus den Kleinen nun Dinaosauerier geworden sind, ich meine die unglaubliche Verwandlung vom Saugwelpen innerhalb dieser kurzen Zeit zu einem fröhlichen munteren Whippetwelpen, der von einem Tag zum anderen soviel Neues lernt.

Sicherer auf den Beinen stehen, im Rückwärtsgang genauso schnell wie vorwärts sein, an den Baumelpüppchen  ziehen und  zerren, sich gegenseitig bekabbeln, den Hocker als begehrtes Ziel anvisieren und schon “planen”, wie man da wohl rauf kommen kann, das waren die Aktionen von gestern. Tabeal stand vorgestern an dem Türchen und übersprang die kleine Hürden mit einem perfekten Satz. Er war darüber genauso perplex, wie wir.

TabealTryphena
Tabeal und Tryphena

Kleine Kletterhürden werden mit links genommen, verschieden hohe Kartons dienen zur weiteren Animation und Talmai versuchte sich heute schon an dem Großen hochzuziehen. Der kleine Karton dient als Plattform und kann sowohl vorwärts wie auch rückwärts bestiegen werden und das ohne zu Straucheln. Die motorischen Fähigkeiten werden jetzt perfektioniert.

Tobija und Tabitha fangen an aufzudrehen und zeigen uns die Lust am Leben, dass es nur eine Freude ist. Tryphena sitzt gern auf dem Schoß oder kabbelt mit Timothy, die Kleine läßt sich nicht die Butter vom Brot nehmen und Tabeal ist der kleine Professor, der erst mal denkt und dann handelt. Während Timothy und Tamar das drybed bearbeiten, als wäre es eine frisch gefangene Beute, schaukelt sich Tirza ihr Bäuchlein. Sie würde man wohl zu den SEHR guten Fressern rechnen. Tirza frißt im Liegen und macht sich im Napf breit, was morgen durch einen Welpenring verhindert wird.

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Tabeal kommt schon auf Zuruf aus dem Pool gesprungen, während Talmai sich einfach zu meinen Füßen hinlegt. Jetzt beginnt die Zeit wo die Welpen sich dem Menschen anschließen. Tatsächlich ist es bereits in diesem Alter zu sehen.

In Juttas schoß rollten sich Timothy, Tryphena, Talmai und Tabeal zusammen, kuschelten sich in den Tiefschlaf. Krita ist eine brave und geduldige Tante, die von den Übermütigen drangsaliert wird. Tirza beißt mit den spitzen Zähnchen in Kritas Pfoten, während Tabitha ein für sie lustiges Spiel entdeckt hat: Aus dem Pool springen, einmal um den Sitzhocker laufen, dann wieder in den Pool jumpen. Die inzwischen angebrachten Baumelpüppchen werden bereits malträtiert, es wird daran gezogen und gezerrt, dass die Gitter klirren.

Die Pipiunterlagen sind perfekte Beuteobjekte. Es wird daran gezogen und das Totschütteln geprobt. So eine fröhlich kleine Bande, die soviel Spaß und Freude macht.

Inzwischen waren auch die ersten Welpenbesitzer in spe hier, um die Welpen zu besuchen. Alle reisen von weit her an und scheuen keine km und keinen Aufwand. Timothy’s Frauchen kommt in Kürze zum dritten Mal zu Besuch. (Ja Doreen, tut mir ja nun leid, aber wer nicht kommt zur rechten Zeit …;-))
Tirza’s Familie hat eine neue Glaseingangstür einbauen lassen, damit man dann die Whippets auch gleich von außen sieht. Und Tamar’s “Eltern” waren die ersten, die hier eingetrudelt sind und kommen auch in Kürze ein zweites Mal.

Viel zu tun…und jede Minute genieße ich und Jutta staunt auch, WIE schnell sie sich entwickeln. Denn für die puppies gilt: Was interessiert mich gestern, heute bin ich doch viel weiter.

Zwei Worte beschreiben alles: einfach goldig.

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