Whippet: unreflektiertes Rasseporträt in Partner Hund

Bildschirmfoto vom 2015-01-28 13:37:50Wer noch in den Printmedien stöbert, findet in der 02/2015 Ausgabe von Partner Hund ein Whippet-Porträt von Gudrun Beckmann. Ich tue das nicht, aber eine gute Freundin berichtete und las mir alles vor.

Warum müssen denn auch immer Autoren schreiben, die selbst keine Whippets haben und näher kennen?

Also wer sich nach diesem Porträt einen Whippet aussucht, der könnte sein blaues Wunder erleben…. und mächtig enttäuscht sein.

Aber natürlich muss man die Augen am Horizont haben, wenn man auf dem Land wohnt, und natürlich streitet kein einziger Whippetkenner seit Anfang der Zucht über die Haarvarietät…hä? Aber ganz sicher rennt der ein oder andere Whippet auch vorher los, auch wenn kein Wild vor seiner Nase hochgeht und natürlich verwechselt ein Whippet keinen Dackel mit einem Hasen! Und natürlich kann auch EIN Whippet nicht überall ohne Leine laufen, weil ein Whippet noch immer ein Wind- resp. Hetzhund ist.

Also alles in allem ein Artikel, aus dem ein Interessent einen lebendigen Stoffhund herauslesen könnte, einen einfach nur schlankeren Hundetrottel mit langen Beinen, der einfach nur so da ist und zu JEDERMANN passt. Und das ist der Whippet eben nicht!!!! 

rauswachsen

Wenn das Mäntelchen zu klein wird, dann wächst der Welpe. So paßt Tamar das Mäntelchen gerade noch so.

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Tamar, Ausschnitt aus Video

Ein Video von der schönen kleinen Tamar, wo man sie allerdings mehr im Stand als in Aktion bewundern kann, kann man hier anschauen.

Fräulein Allerliebst

Ja, sie ist allerliebst und von allen geliebt, seien es Hunde oder Menschen. Superfly’s Tabitha konnte bis jetzt jeden überzeugen.

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Superfly’s Tabitha, 4 Monate

Na ja, wie soll es gehen? Prächtig, prächtig, an alle die mich fragen: Tabitha ist schlicht und ergreifend allerliebst.

Das Aussticken hat sie perfektioniert, auch das Stehlen, das blitzschnelle Löcherbuddeln, die unbändige Freude an allem, sie steckt ihre Nase überall hinein und selbst wenn ich ihr nur eine Scheibe Gurke oder ein Blatt Klopapier reiche, ist für Tabitha das Allergrößte, Wunderbarste in ihrem Leben geschehen, sie wedelt und wedelt und stolz wie ein Andalusier galoppiert sie mit der Beute durch die Wohnung und hat noch etliche Minuten Spaß daran, so als würdige sie es ausdrücklich: ihr Geschenk.

Wenn Besuch da ist, dann setzt sie sich auf das Sofa neben ihn und schaut genau in die Augen, als würde sie genau ergründen wollen: “was bist du denn für eine/einer?” und  starrt solange gebannt hin, bis der Beobachtete eine Miene verzieht und dann stupst sie mit ihrer Nase.

Mit meinen Hunden ist sie ganz dicke, Shiphra hat sich als Kindermädchen bewährt, sie hat Tabitha das schnelle Rennen beigebracht und macht auch für die Kleine den Hasen. Tabitha wetzt dann erstaunlich schnell hinterher und fängt an zu kläffen, wenn ihr die Kondi ausgeht. Ich muss Shiphra zwangsweise stoppen! Das ist ja ihr ganzes Leben: Rennen. Deshalb freue ich mich, dass sie nun auch das Fürsorgen entdeckt hat. Auch “belehrt” Shiphra die Kleine, wenn sie auf einen Kauknochen lauert, dass Fräuleinchen zu warten hat.

Krita, Shiphra und John lassen der Kleinen erstaunlich viel durchgehen. Sie wurde noch nicht einmal zurecht gewiesen…manchesmal täte das Not, denn sie wird natürlich immer frecher. Wenn Shiphra Aussicht auf der Sofalehne hält, dann beisst Tabitha wirklich doll zu, so daß Shiphra schon aufgeschrien hat.

Jaja, da kann auch dieser entzückende Blick halt nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei Frl. Allerliebst um einen richtigen Whippet handelt. Spitzbübisch, ausgekocht und janz helle im Köpfchen, nich wa Kleene?

Whippets und ihr Zuhause

Als mir Patrizia berichtete, dass Tabeals Lieblingsweg:“Nach Hause” heisst, fragte ich mich,ob es den Whippethaltern eines Welpen bewusst ist, dass der Welpe sein neues Zuhause als Schutzburg angenommen hat, sozusagen als “Nest” wo er sich hin flüchten kann, wo er in Sicherheit ist?

Welpen reagieren bei Gefahr immer so, dass sie als erstes in ihre Hütte oder ihr Welpenhaus flüchten. Dazu reicht es schon, wenn die erwachsenen Hunde vorn am Zaun etwas verbellen, dass die Welpen den Rückwärtsgang einlegen. In ihrerm Häuschen sind sie sicher und von hier aus erkunden sie stückweise das Gelände. Wir Menschen machen es ja nun ganz anders, wir bringen die Welpen oder Junghunde an einen fremden Ort, meistens noch mit dem Auto und dann soll Hundchen nun mal sehen, wie er klar kommt…Ohne die sichere Hütte in der Hinterhand, kann es bei Gefahr ganz schön kopflos werden.

Wenn Tabeal’s Rückweg der ihm liebste ist, dann braucht er noch seine Schutzburg, sein Heim, seine Sicherheit, dann tankt er hier auf und ist halt noch nicht so weit, dass ihm Spaziergänge mehr Spaß machen als zuhause zu chillen. Vielleicht wird sich das auch nie ändern? Es gibt viele Whippets, die tatsächlich “My home is my castle” unterschreiben würden, wenn sie es tatsächlich könnten.

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der süße Tabeal und Batista, Foto: Marga Sassen

Und er ist ja noch so klein. Was erwarten wir von unseren gerade mal 4 Monate alten Welpen? Sie sind einfach so einfach und da fängt man an sich zu wundern, wenn das ein oder andere uns merkwürdig erscheinen mag.

Wenn sich der Welpe in seinem Zuhause wohlfühlt, dann ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass er richtig angekommen ist.

Über Superfly’s Tabeal schreibt Patrizia:

“Er ist sehr selbstbewusst, geht auf jeden Hund – egal wie groß – zu und ist stets neugierig auf andere Hunde. Er beginnt auch schon nach anderen Tieren Ausschau zu halten, beobachtet und möchte schon mal Raben, Tauben nachrennen.

Auf Feldern sucht/schnüffelt er jedes Loch ab :-))
Sein Geruchssinn ist schon sehr früh sensibilisiert, habe ich den Eindruck.
Er ist ein toller Whippet, wir sind sehr glücklich mit ihm.

Batista säubert ihn sehr oft und immer mehr/großflächiger. Heute war es schon mal kurz umgekehrt :-)

Er kennt schon so viele Kommandos, hat sich einfach alles abgekuckt, wenn wir mit Batista sprechen. Das ist eine große Hilfe!

Tabeals Lieblingsweg: nach Hause! Da zieht er an der Leine, es kann ihm nicht schnell genug gehen.”

Na also auch Tabeal meint: My Home is My Castle!

Klein Zooey

Zooey aka Superfly’s Tryphena grüßt aus NL nebst ihren Besitzern Tina und Arne. Zooey ist gewachsen und rennt gern. Ein Schnappschuß von Zooey, die hinter dem Haus am Feld herumspringt:

Zooey Zooey

Hier ein Ausschnitt von der zuckersüßen Zooey im Renngalopp.

Zooey_kl einfach nur zum Küssen

Wenn man Zooey sieht, dann ist sie wie immer, sie war schon als ganz Kleine einfach nur zum Liebhaben, so eine süße Maus!!!

Ein Whippet ist nie genug

Whippets – einer ist nie genug, denn einer allein ist nur halbe Whippetfreude.

Elke schickt mir Fotos von ihren beiden Rüden und sagt, sie lieben sich definitv und hängen aneinander. So sind halt Whippets. Und wer es ermöglichen kann, sollte seinem Einzelwhippet immer einen zweiten Gleichgeschlechtlichen hinzugesellen.

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Superfly’s Tobija hat großen Spaß!

Tobija, die Flitzpiepe, hat Spaß am Runden drehen, insbesondere dann, wenn Simon hinterherjagt.

Elke schreibt u.a.:

“Wir kommen gerade wieder aus dem Winterwald. Du müßtest den kleinen Sonnenschein mal sehen. Und Simon liebt ihn so sehr. Und er den Simon! Es ist wirklich alles so gekommen wie ich es mir gewünscht habe und wie wir zwei es “geplant” haben. Besser geht nicht!”

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Ein Whippet ist nie genug, Simon mit seinem Tobija

Bei rechtzeitiger Absprache und ehrlicher Kommunikation kann ich als Züchter immer beraten, damit sich die passenden Pärchen finden. Das ist mein Job, denn ich wünsche, dass alles so kommt, wie Sie es sich bezüglich Ihrer Whippethaltung wünschen.

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kleiner Gentleman Tobija

Springen Sie über Ihren Schatten und gönnen Sie Ihrem Hund einen adäquaten Partner.

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Jump!

Danke für die Fotos und die Inspiration, Elke.

Die Whippchens sind los

Bei herrlichem Sonnenschein laufen die Sonnenscheinchen um die Wette. So ähnlich formulierte es Marion, die mir die Fotos von Tirza und Lotta schickt. Ein Whippet ist nie genug!!

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Lotta und Tirza, Fotos:Marion Eckhardt-Grefermann

Marion schreibt:

“der Sonnenschein rennt… und wie. Lotta und Tirza toben wie irre durch den Schnee. So schicke ich Dir ein wenig Sonnenscheinpower.”

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Tirza’s Flatteröhrchen

 

 

 

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