Whippetaugen und Veränderung

Man sieht immer häufiger Whippets mit untypischen schmalen und zu kleinen und oder tiefer im Schädel sitzenden Augen, die mehr an einen Staffordshire erinnern als an einen Windhund. Die Augen des Whippets sind das Schönste im Gesicht und haben eine Berechtigung in ihrer Größe und ihrer Anordnung im Kopf. Ein Whippet ist ein Sichtjäger und die Augen sind sein Werkzeug.

Das Auge funktioniert wie eine Kamera. Wird das Auge kleiner, wird es auch die Linse. Sitzen die Augen tiefer im Schädel, wird das Sichtfeld kleiner.

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Omnia mit leicht geschlossenen wunderschönen Whippet-Augen

Also: Wenn die Augen durch die die Typveränderung in der Whippetzucht in Mitleidenschaft gezogen werden, dann finde ich das ganz schrecklich. Und ich verstehe nicht, dass das dann auch noch als “schön” geliked wird.

Alles steht im Zusammenhang und kein länger, größer, schwerer, showier oder was auch sonst immer ist keine “Verbesserung” sondern schlichtweg die allseits angemahnte Vermeidung von Übertreibungen.

Superfly’s Jahresrückblick

Wie kannst du nur? Du kannst doch nicht alles aufgeben? Wieviele meiner Hundefreunde mich das gefragt haben mit besorgten Gesichtern, weiß ich nicht mehr. Ich sei ja so anders, man kenne mich nicht wieder, man mache sich Sorgen um mich…oder die ganzen Jahre Hundezucht könne man doch nicht so einfach wegwischen.

Das waren die einen, die anderen verstehen und unterstützen mich und das in unglaublicher Weise, die mich schon an meine Grenzen bringt, dass ich nicht an Freudentränen ersticke ;-) Das sind ganz neue und auch schon ganz ganz langjährige Besitzer meiner Hunde. Ich bin euch sehr verbunden!

Und dann gibt es diese, die sich komplett abwenden. So ist das ja immer, wenn man plötzlich eine Umkehr macht. Nun ist sie vollkommen verrückt geworden. Stimmt, ich bin ver-rückt worden aus dem Gewöhnlichen, dem Üblichen, dem Wettlauf und dem Gehetztwerden der Welt. Weil alles, was wir für unser Ego tun, nicht dauerhaft ist und erst recht nicht frei macht.

Ich selbst hätte es nicht für möglich gehalten, dass es mir jemals möglich sein wird? Was hatte ich nicht in meinem Leben alles getan, um die Hundezucht aufrecht zu erhalten. Die Hunde waren mir immer zu zu wichtig. Das war sozusagen mein Ausgleich zum ungeliebten Beruf und auch was man so “Selbstverwirklichung” nennt. Ich habe es mit Leidenschaft getan und ganz sicher nicht en passant. Und natürlich liebe ich sie. Gerade vor zwei Tagen sah ich einen Whippet im Wald von Ferne und sagte, der ist von mir! Nein nicht ganz, aber es war ein Sohn von John. Natürlich bin ich schon selbst ein halber Whippet, denn ich kenne meine Hunde von klein an durch und durch, was sie denken und fühlen ;-).

Wieviele Menschen ich in den langen Jahren der Hundezucht und all ihrer Facetten getroffen und kennengelernt habe, weiß ich auch nicht mehr. Aber es sind da viele, die mit mir über die ganze Zeit gegangen sind. Nur diese bleiben in meinem Herzen.

Es ist viel passiert im letzten Dreivierteljahr. Es war nicht geplant. Aber es kam zu mir. Und wenn man sein Leben eigentlich nur mit und über Hunde geredet hat, fast schon “denkt” wie ein Hund, dann will man da eigentlich auch nicht  mehr raus. Es ist so schön bequem ;-) Na ja und jeder, denn es sind ja nur alles Menschen mit Hunden, die man im Freundeskreis hat, versteht ja auch, wovon man redet ;-)

Aber dann kam alles anders. Und es waren nicht die Übersättigten, die Unzufriedenen trotz aller äußeren Behaglichkeit, die Gelangweilten der Spaßgesellschaft, nicht die kaltherzigen Selbstverliebten, die Freiheit nur für sich in Anspruch nehmen, nein, mir wurden von einem Tag zum anderen Menschen vor die Füße gelegt, alleingelassene Verängstigte, an Leib und Leben Verfolgte, Traumatisierte von Krieg und Repressalien, Gebrochene von Gefägnis und Folter und Flucht. Was nun? Was hätten Sie getan?

Ich will jemanden zu Wort kommen lassen, der ebenso skeptisch war, den ich seit über 30 Jahren kenne, der mit mir zum bunten Abend nach Gransee ging. “Nach nur drei Minuten habe ich alles verstanden. Ich habe die Augen der Menschen gesehen und ja, es ist vollkommen richtig und gut, was du tust.” Warum erwähne ich das?

lichtineinerdunklenwelt

Es hat mich sehr gerührt, dass ausgerechnet dieser immer nur als oberflächlich lustiger Entertainer “berühmt berüchtigter” Mann soetwas sagte. Wir können eben nicht den Menschen ins Herz sehen. Aber ist nicht bei uns allen irgendwo diese Sehnsucht etwas Sinnvolles in unserem Leben zu tun? Wir sollen Licht in einer trostlosen Welt sein und nicht nur um uns selbst oder um unsere Hunde kreisen.

 

Diesen Rat möchte ich gern weitergeben und wünsche allen ein friedvolles und fröhliches Hinübergleiten in das Neue Jahr.

 

 

 

 

Gute Wünsche

Für das Neue Jahr senden und wünschen wir “einen guten “Rutsch” und stets “viel Glück im Neuen Jahr”. Wie definieren wir Glück? Auch das ist eine Frage der Geisteshaltung. Glück bedeutet das ein paar Momente, in denen wir uns über etwas freuen, hocherfreut sind, aber schon einen Tag später alles wieder vergessen haben… Die Suche nach dem Glück ist wohl die Frage, die uns alle beschäftigt. Aber es muss ein dauerhaftes Glück sind, ein andauerndes und nicht nur eins, das verfliegt ehe es da war. Es ist auch mehr als ein Gefühl.

john
friedlicher Gesichtsausdruck von meinem John

Ich nehme mal als Beispiel unsere Hunde. Gut sie haben das entscheidende nicht, sie haben keinen Geist wie wir Menschen, aber sie haben Verstand und ein Herz, nennen wir beides eine Seele. Die Hundeseele kennt die Jagd nach dem Glück nicht. Sie HAT es einfach. Sie leidet in manchen Fällen den Moment aber harrt aus, sie fragt nicht, warum? oder was wäre wenn? und die sorgt sich nicht. Sie IST und LEBT und in unseren Breiten sind die allermeisten Hundeseelen einfach dauerhaft glücklich. Weil die Hundeseelen uns haben und allein damit alles haben. Und sie geben mehr als sie nehmen.

Wir Menschen brauchen auch dieses ALLES, aber suchen an der falschen Stelle. Wir sorgen uns um unser eigenes Wohl und Wohlstand ist unser Ziel, aber ist es auch unser Glück? Zufriedenheit reicht uns nicht. Zum Frieden kommen ist der erste Schritt zu echtem dauerhaften Glück.

Ich wünsche euch also genau diesen Frieden in euren Herzen !

Allen lieben Besitzern…

meiner zuckersüßen Superfly’s wünsche ich einen guten Übergang in das Neue Jahr.  Susanne Illich hat mir auch in diesem Jahr wieder einen Kalender geschenkt mit zauberhaften Fotos ihrer Sali. Herzlichen Dank dafür.

2016

Ich konnte mich wegen Umzug- und Renovierungsarbeiten in diesem Jahr nicht so wie ich gewollt hätte bei jedem bedanken für die liebevolle Aufnahme, Betreuung und Pflege meiner Whippets. Das hole ich etwas allgemein gehalten hier nach. Bitte um Nachsicht.

Superfly’s Besitzer sind sehr besonders! DANKE.

Blog läuft aus

Am 13. Januar läuft mein PremiumBlog aus und ich möchte nicht das Abo verlängern. Es reicht, wenn es die facebook Seite gibt, dachte ich. Wenn ich Spaß habe oder mir ein Thema einfällt, kann ich das dort machen.

Wer sich Beiträge abspeichern möchte, kann das jetzt gern tun.

Ich wünsche allseits ein Gutes Neues Jahr und bedanke mich bei allen, die hier gern gelesen haben.

Machts gut Leute!

Weihnachten…da war doch noch was

Glaubt man den Umfragen, dürften in unserem christlichen Abendland nur noch 30% den Grund für das Weihnachtsfest kennen. Nun, dann lernen wir auf meinem Blog auch einmal etwas Wichtiges, dass jeden ganz persönlich betrifft. Ja jeden.

Alle jammern und klagen und alle brauchen Frieden. Ja wir müssen uns nur weiterentwickeln,…wohin denn? Zu keiner Zeit ist die Not in der Welt so groß wie jetzt. Was haben uns also unsere eigenen Klugheiten gebracht? Sie reden von Frieden, wo kein keine ist.

Es gibt niemals Frieden ohne den Friedefürst. Nichts können wir aus uns heraus tun. Da nützen keine Philosophien und keine Hoffnungen auf Politiker oder Staatsmänner, auch nicht auf Energien und Schwingungen. und schon gar nicht der Glaube an uns selbst. Kehrt um in eurem Denken, liebt nicht was die Welt verspricht, laßt euch versöhnen.

 

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Ich wünsche euch gesegnete Weihnachten, Auch wenn Christus nicht im Dezember geboren wurde, so feiern wir seine Geburt heute in der Heiligen Nacht. Die Geburt des Friedefürsten. Nur mit ihm und nur in ihm werden wir Frieden finden. Nicht den Frieden, den die Welt versucht, sondern Frieden und Befreiung von Angst, wie nur Chrstus ihn schenken kann durch seine Gnadengabe.

 

 

 

 

 

Prioritäten setzen

So wie Tobija hier seine Prioritäten setzt und sich in voller schicker Montur an dem Misthaufen reibt und das für ihn das Größte ist, so ist es m.E. Zeit auch für sich selbst eine Wahl zu treffen. Nicht was Frauchen sagt über die Sauerei und den Gestank ist wichtig, sondern welche Freude Tobija dabei hat!

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Superfly’s Tobija von Frauchen blitzschnell fotografiert mit einem lachenden Gesicht

Wenn wir doch nur genauso viel Liebe gegenüber anderen Menschen in Not hätten, wie wir sie für unsere Hunde mit Leichtigkeit aufbringen können….

Auswirkungen der Flüchtlingshilfe

Leider oder besser gesagt Gott sei Dank hat sich meine Situation zwangsläufig dahingehend verändert, dass ich im Begriff bin, wieder nach Berlin umzuziehen. Wunderbare Gegend, Auslaufgebiet vor der Nase und den Hunden geht es gut. Und es wird Zeit, Gelassenheit zu üben. Wie es dazu kam?

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Der inzwischen knapp 11 jährige Superfly’s Hilton Paris, Bes. Rebecca Baumann, übt Gelassenheit in Vollendung

In meinem kleinen Dorf kam plötzlich ein Gestank hoch, ein echter Mief, der einem die Luft zum Atmen nahm. Seit meine Patenkinder mich besuchten und ein und ausgingen, argwöhnte es im Dorf. Man könne mir ja nicht verbieten, wen ich einlade, hörte ich mehrfach …Schließlich wurde ja schon nachgefragt, ob hier ein neues Asylantenheim entstanden sei. Man hört und sieht ja soviel. Ach was?

Brodelnde Gerüchteküche. Da, wo man sonst nichts zu tun hat, kocht man halt sein eigenes Süppchen.

Nun gut. Gelassen bin ich geblieben, freundlich und alles ging wie selbstverständlich weiter. Da wurde dann zum Angriff geblasen. Angeschrien wurde ich aus vielen völlig unwichtigen Gründen, die in all den Jahren zuvor kein Problem waren. Aber hier hatte der Feind namens Verzweiflung und Panik seine Hand im Spiel. Man könne ja nicht mal den Namen am Briefkasten richtig aussprechen…oh fällt aber früh auf  ;-)…

 

Und so ist es gekommen, dass ich keine Zeit und auch keinen Nerv für das Superfly-Blog hatte. Man möge mir das nachsehen. Wenn nicht, auch gut.

Wenn ich auf facebook immer wieder die Aufrufe “Windhunde suchen ein Zuhause” lese, dann bekommt das für mich seit Monaten eine ganz andere Qualität….und ich bin nicht mehr fähig hier mit zuspielen als sei nichts geschehen.

immer mein Thema: Welpenstimulierung

Schön, dass zu diesem wichtigen Artikel die Fotos meines T-Wurfes ausgewählt wurden. Erschienen ist er in Unsere Windhunde Themenheft Welpen.

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links Superfly’s Talmai und rechts Superfly’s T-Wurf

Ungeduld in der Hundezucht

In Zeiten sekundenschneller Informationsübermittlung ist alles auf click verfügbar. Jede Ahnentafel, jedes Foto, nahezu jeder Kontakt zu allen beliebigen Züchtern…

Als ich mit Whippets anfing, musste ich Wochen warten, bis ich eine Antwort bekam, Übersee dauerte unendlich lange, trotz sogenannter Luftpost. Aus England gab es handgeschriebene Pedigrees und wenn man Glück hatte auch ein schwarz-weiss Foto des Hundes, über den man Auskunft haben wollte.

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Handarbeit -heute unvorstellbar dank der wunderbaren Datenbank mit Testverpaarungsmöglichkeit

Mühselig war das Zusammentragen von Infos, aber es war auch immer eine sehr große Freude, wenn Briefe an kamen. Die Ahnentafeln und Fotos wurden wie „Schätze“ studiert und aufbewahrt, sorgfältig in Ordnern zusammen mit dem Briefwechsel. Es wurden selbst Ahnentafeln in müseliger Kleinarbeit gebastelt, wenn man Verpaarungen plante. Durch das ständige Schreiben und Wiederholen haben sich einzelne Hunde mitsamt ihren Vorfahren regelrecht ins Gehirn eingebrannt.

Die englischen oder schwedischen Jahrbücher über Whippets wurden so oft gelesen, dass man genau wusste auf welcher Seite welches Foto war. Die wenigen englischen Bücher über Whippets waren ein Dauernachschlagewerk und bestimmte Sätze haben sich ebenfalls durch ständiges Lesen im Kopf festgesetzt, die Erfahrungen anderer Züchter wurden dann wiederum mühselig und zeitaufwendig mit wiederum anderen Züchtern diskutiert, ob nun in Holland, Belgien, England, Schweden oder USA. Extrem beschwerlich war es an Informationen zu gelangen, doch dafür wurden diese auch verarbeitet und verinnerlicht.

Nein, ich klage überhaupt nicht. Ich trauere auch niemals alten Zeiten hinterher. Ich stelle nur fest.

Auch stelle ich fest, wie schwer es heute für viele Menschen ist, einen kompletten Text zu lesen und dann auch den gesamten Inhalt zu erfassen. Irgendwann lässt zu schnell die Aufmerksamkeit nach. Der große Nachteil der massenhaft schnell verfügbaren Informationen zwingt das Gehirn zur Selektion. Nur noch headlines lesen oder noch besser Fotos betrachten…Alles schnell verfügbar, kann auch zu überschnellen Entscheidungen führen. Zucht heißt aber in Generationen denken.
Sie sehen, meistens ist weniger mehr!

Ich will jetzt nicht über Deckpraktiken auf Parkplätzen oder hinter der Kantine sprechen, was auch in den Bereich Ungeduld fällt. Auch nicht über die Anmeldung eines Zwingers nach Übernahme eines Welpen ;-). Just saying.

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