Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die ihr Mitgefühl für Diva’s Tod ausgedrückt haben, sei es im Blog, per mail, Brief oder Telefon. Beileidsbekundungen sind sehr tröstlich und zeigen doch, dass man nicht unbedingt bekannt oder befreundet sein muss, um in Trauer zur Seite zu stehen. Ganz lieben, lieben Dank dafür.
Ja, natürlich bin ich sehr traurig.
Keine dicke Diva kommt morgens ins Bad gerannt, um mich morgens zu begrüßen mit Kopfreiben und Unterkieferschubbern. Kein “Morgen Divache”, obwohl ich sie immer noch anspreche und dann merken muss, ach sie ist ja nicht mehr da. Keine Diva, die morgens gleich ein Spielzeug durchkaut, gleichförmige Quietschtöne herausquetscht, als würde sie jauchzen wollen: Hurra ein neuer Tag, wie schön, dass es den gibt. Keine Diva, die auf einen Lappen wartet, den sie sich wie irre um die Ohren haut und am frühen morgen gnadenlos totschüttelt. Keine Diva, die morgens am Tisch bettelt und mich mit einem Füßchen anpiekt, bis ich lachen muss. Keine Diva in der Reihe beim Füttern oder zum Anleinen und keine Diva, die Krita auf jedem Spaziergang traktiert oder Äste herumschleppt, die größer, als sie selbst sind. Nein, sie hat sich nie geschont. Wenn sie losgelassen, dann hat sie Stimmung gemacht. Sie war so brav und gleichzeitig so bescheiden, was konnte ich ihr verübeln? Nun ist es ruhig. Meine anderen sind depressiv? Ich weiss es nicht. Krita ist jedenfalls verunsichert, sie weiß gar nichts mehr, sieht verwirrt aus. Alle drei laufen immer wieder zum Auto, riechen und scheinen sie zu suchen. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir alle es verarbeitet haben.
Hier ein kleiner Auszug aus den mails, die mich am meisten berührten:

Einige haben es angesprochen. Ja ich weiß, dass Diva ein Geschenk des Himmels war. Denn sie kam zu mir wie aus heiterem Himmel, genau wie für mich gemacht.
Sie kam zu einem richtigen Zeitpunkt und vielleicht musste sie gerade jetzt gehen. Ich bin in aller Traurigkeit von großer Dankbarkeit erfüllt, dass ich sie überhaupt haben durfte und sie solange bei mir war. Ich bin dankbar, dass sie den nun unvermeidlichen Weg so schnell und friedlich gehen konnte. Diva ist der erste meiner Whippets, der von allein gestorben ist. Der Tod ist auf diese Weise eine ganz andere schreckliche Realität. Aber vielleicht war ich auch jetzt erst dazu fähig.
Sie war eine besondere Hündin, die mir soviel Freude geschenkt hat… und ich hoffe auch sie hat ihr kleines Hundeleben genießen können. So wie sie gelebt hat, ist sie auch gegangen: Still und bescheiden, aber mit großer Beigeisterung für alles, für Menschen, für alle Hunde, fürs Fressen, fürs Rennen, fürs Toben, fürs Folgsamsein, fürs Kuscheln, fürs Betteln, fürs Spielen und fürs Muttersein.
Warum es nun so schnell sein musste? Wir warten auf das Ergebnis aus der Pathologie.