Barfen - oder besser nicht?
30.01.2010 von Marianne
Achim schickt mir einen interessanten Link zu einem Video über Barfen. Fertigfutter oder Barfen. bezüglich der lebensmittelrelevanten Bakterien, die auf den Menschen übertragen werden können.
Mariannes Kennelblog
30.01.2010 von Marianne
Achim schickt mir einen interessanten Link zu einem Video über Barfen. Fertigfutter oder Barfen. bezüglich der lebensmittelrelevanten Bakterien, die auf den Menschen übertragen werden können.
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OH je, ich habe mir jetzt den ganzen Bericht mal nicht “angetan”, denn mein Mini DSL hat ein bisschen gestreikt und nachdem mal wieder ausgewogenen Mahlzeiten usw. gesprochen wurde, war mir ja schon fast klar, was noch so kommt
Es ist einfach total unnatürlich das jede Mahlzeit die man zu sich nimmt (ob nun beim Menschen, Hund, Katze Maus usw.) ausgewogen ist!
Zumal man noch nicht mal sagen kann, was denn überhaupt ausgewogen ist, denn es gibt noch einiges, sowohl beim Menschen, als auch beim Hund, das noch gar nicht erforscht wurde! Zumal ich diesen “Forschungen” eh immer ein bisschen skeptisch gegenüber stehe.
Ob nun Hunde mehr Bakterien ausscheiden die frisch gefüttert werden, als Hunde die mit Fertigfutter gefüttert werden, mag ich bezweifeln. Leider bin ich bis zu diesem Thema gar nicht mehr vorgestoßen (vielleicht mag ja Jemand kurz zusammenfassen, was die Dame heraus gefunden hat).
Nehmen wir z.B. mal Salmonellen: a) sind sie für einen Fleischfresser wie unseren Hund nicht wirklich relevant (immer vom gesunden Hund ausgegangen) und b) ist jedes normale, getrocknete Schweineohr 100 x mehr mit Salmonellen belastet als z.B. frisches, rohes Geflügel.
Es gab u.a. auch mal eine Studie an einer Hundestaffel, die im staatlichen Dienst steht.
Diese Hunde bekamen ausschließlich Trockenfutter und in allen Stuhlproben wurden Salmonellen festgestellt!!!
Das heisst nicht, dass sie den Hunden auch Probleme bereitet haben, aber sie wurden ausgeschieden.
Diverse Fertigfuttersorten wurden schon wegen massivem Salmonellenbefall wieder zurückgerufen in den USA!
Was mich ein bissche stutzig macht ist, dass diese Tierärztin im Film unterstellt, dass ein Hund der im Dog Dancing z.B. geführt wird, mehr Leistung erbringt, als ein Wolf in freier Wildbahn!!!!
Da muss ich doch mal eben ein klares Veto einlegen! Ich denke mal ein Wolf in freier Wildbahn muss ein bisschen mehr Energie aufbringen um sichz.B. Nahrung zu beschaffen, als ein Hund der Hundesport betreibt.
Die Dame hat recht wenn sie sagt, Hunde und Wölfe haben eine andere Lebensweise. Aber für mich hat doch der Wolf den höheren Energieaufwand als ein Sporthund.
Der Wolf lebt nämlich nicht in beheißten Räumen, bekommt sein Fressen vorgesetzt usw.. Daher stimme ich sehr wohl zu, dass man einen Hund nicht wie einen Wolf ernähren kann, was wir ja auch nicht wollen.
Trotzdem kann man seinem Hund gesunde, frische und Enzymreiche Kost verfüttern, indem man eben frisch füttert.
Auf die unterschiedlichen Altersgruppen sollte man natürlich rücksicht nehmen. Und da die Tierärztin gerade den Kalziumbedarf anspricht:
der wurde 2004 aus neuesten Forschungen auf die Hälft bei Hunden herab gesetzt. Nämlich von 100mg Kalzium pro KG Körpermasse eines Hundes, auf 50mg! Huch, da haben wir ja alle Jahrelang unsere Hunde mit einem massiven Überangebot an Kalzium versorgt, wenn wir auf Industriefutter gesetzt haben!!
Ein bisschen sarkastisch, ja, aber nur um mal an die Glaubwürdigkeit von Studien zu erinnern!
Interessant zu diesem Thema ist auch das Buch von Herrn Kammerer “Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin”.
Sicherlich hat die Dame recht, wenn sie sagt, man kann einem Hund nicht jeden Tag einen batzen Fleisch hinlegen und meinen, er wäre gesund ernährt!
Das ist absolut richtig! Ein bisschen muss man sich schon mit der frischen Fütterung beschäftigen, wenn man frisch füttern möchten.
Grunsätzlich sollte man frisch füttern um der Hunde willen und nicht weil es “in” ist! Denn das ist es nicht! Diese Fütterung besteht nun schon seit dem es Hunde gibt! Niemals in der Geschichte wurde dem Hund ein Fertigfutter angeboten. Sie lebten von selbst gefangenen Tierchen und dem was bei uns Menschen so übrig blieb.
Fertigfutter gibt es ca. 100 Jahre. Es wurde entwickelt um Abfälle noch gewinnbringend zu vermarkten. Und das ist auch gelungen!
Wie auch immer, man sollte selber entscheiden was und wie man füttern möchte. Und Niemand sollte einem daraus einen Vorwurf machen. Weder in die eine, noch in die andere Richtung!!
In diesem Sinne,
Yvonne
Hallo,
stimme Yvonnes Ausführungen in Bezug auf das Video zu, das mit den Wöfen fand auch ich fragwürdig - aber vor allem - jeder kennt seinen Hund am besten, weiss was er braucht und was er verträgt und darf natürlich füttern was er möchte.
Über Bakterien habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, allerdings lasse ich mich von meinem Hund nicht unbedingt abküssen, lach.
Ich persönlich füttere an 4 Tagen der Woche Trofu (mit hohem Proteingehalt) und an den restlichen Tagen BARF (komplett Rohfleisch mit Gemüse/Obst, Kohlehydraten, Öl etc.), weil mir nur Trofu einfach zu unausgewogen und von der Darmtätigkeit zu einseitig ist.
Dem Hund geht’s gut, er ist gesund und topfit was will man mehr?
Herzliche Grüsse
Sabine
Die Ärztin meint, dass ein großer Unterschied zwischen dem vom Wolf “erlegten” Wild, dass sofort nach der Tötung verzehrt wird, und dem “Frischfleisch”, dass verfüttert wird besteht. Was als Schlachtabfall in die Hundetheke gelangt durchläuft mehrere Stationen (Schlachthof, Zerkleinerungsbetrieb, Zwischenlager, Mezger) bis es dann endlich beim Endverbraucher ankommt. In dieser Zeit ist die Möglichkeit, dass das Fleisch “konterminiert” wird, wesentlich größer, als es bei einem frisch gerissenen Tier. Je nach Schlachthof, Land und Fleischart sei die Verseuchung nachgewiesenermaßen relativ hoch, weil eben das Fleisch zwar roh aber nicht frisch ist. Klingt plausibel.
Ich bin hoffentlich ab Mai Whippet-Besitzerin und mache mir im Moment sehr viele Gedanken über die Fütterung. Ich habe verschiedenste Empfehlungen bekommen und bin hier noch ziemlich unentschlossen.
Generell tendiere ich eher zu Trockenfutter, da ich berufstätig bin und der Hund mit ins Büro geht, wäre eine Rohfutterkost aus praktischen Gründen nicht immer möglich. Dann wiederum möchte ich meinen Kleinen auch nicht eventuell schlechtem Industriefertigfutter aussetzen, vor allem wenn es nicht ausgewogen ist und zu viele Kohlenhydrate im Vergl. zu Proteinen enthält.
Mein ursprünglicher Plan war also, hauptsächlich Trofu zu füttern und vor allem an Wochenenden, wenn Zeit ist und man sich mit der Zubereitung beschäftigen kann, auf Roffütterung zu wechseln. Allerdings wurde mir von vielen Barfern davon abgeraten, da der Organismus des Hundes diese abwechslungsreiche Kost nicht vertragen würde.
Ich finde hier also Sabines Kommentar sehr interessant, denn sie schreibt, dass sie 4x die Wochen Trofu und 3x BARF füttert.
Leider gibts es wohl soviele Meinungen wie es Hundebesitzer gibt - und es gibt ein Überangebot an Informationen. Es ist nicht immer leicht herauszufiltern, welche Infos seriös und wertvoll sind.
Wahrscheinlich ist es schwer zu planen und ich werde ausprobieren müssen, was der Kleine mag und gut verträgt. Hat noch jemand anderer Erfahrung mit einer Trofu-BARF-Kombi?
Hallo Sandrina, ich habe meine zwei Whippets bis vor ca. zwei Monaten vorwiegend mit Feuchtfutter (Rinti) gefüttert, Trockenfutter gabs zwischendurch wenn wir unterwegs waren. Meine Ältere, Adele, hat dann leider eine Pankreatitis mit exokriner Pankreasinsuffizienz entwickelt und wir mussten sie mit gekochtem Hühnerfleisch und Reis langsam wieder aufpäppeln. Ich hab mich dann ein bisschen eingelesen in das Thema barfen. Wir haben jetzt komplett auf rohes Fleisch umgestellt, es gibt Kopffleisch, Pansen, rohe Hühnerhälse, etc. Wir haben außerdem eine gute Quelle für Schlachtabfälle bei einem Fleischer. Adele gehts mittlerweile wieder sehr gut und sie hat sogar schon wieder zugenommen ;-).
Infos im Internet sind zwar reichlich vorhanden, ich hatte allerdings oft das Gefühl, zuwenig praxisrelevante Tipps zu bekommen. Zur Lektüre empfehle ich wärmstens “BARF” von Swanie Simon, nicht dicker als eine Broschüre, da steht alles drinnen was man wissen sollte. Ich hab das Heft über Amazon um 5 Euro bezogen. Liebe Grüße, Elisabeth mit den Mädels
Hallo Sandrina,
ich füttere mittags nach dem großen Spaziergang Frischfleisch mit Flocken oder Nudeln mit Hipp Karottenpampe für Babys und abends noch mal eine kleine Portion hochwertiges Trofu ohne Getreide. Das mache ich schon seit mehreren Jahren und die Hunde vertragen es sehr gut, haben ein schönes glänzendes Fell und wenig Output.
Yvonne, ich finde Deinen Beitrag absolut Klasse, dem kann man eigentlich nicht viel hinzufügen…
Nur noch: Wölfe laufen pro Tag auf der Futtersuche oder um ein neues Rudel zu finden 80 Kilometer!!!!! Das sagt doch wohl alles!
Der damalige Prof Müller und der jetzige Prof. Brunnberg von der Tierklinik in Berlin-Düppel waren und sind echte Verfechter des Barfens.
Prof. Brunnberg hat täglich in der Uniklinik Problemfälle von Junghunden, die von Trofu-Fütterung gefährliche Wachstumsstörungen in den Gliedmaßen haben. z.B. wachsen Elle und Speiche verschieden schnell, was zu Gelenkzerstörungen führt, warum wohl????
Trofu ist ja so ausgewogen!!! Hä?????
In Afrika fressen Hunde den Kot und die Abfälle ihrer Kralbewohner….es gibt Hunde auf dem Land, die leben hauptsächlich von Pferdeäpfeln….
Die sind alle gesünder als die Trofu-Hunde!!!!
Meine Hunde sind leistungsstark und kerngesund und bekommen ausschließlich 5 Sorten Fleisch etc…ihre Blutwerte sind hervorragend…mehr bedarf es nicht…sie haben nicht mal Würmer!!!
Mich würde mal interessieren, welcher Futtermittelhersteller diese TÄ finanziert???
Was Yvonne sagt: Man hat eine Möglichkeit gefunden, Abfälle gewinnbringend zu vermarkten, stimmt genau…vor allem wenn man weiß, dass auch Hundekadaver im Trofu landen…also Hund frißt auch Hund! Wer hat denn da noch Illusionen vom “guten Trofu”?
Viel Vergnügen…igitt!!!
LG Kobi
Hallo,
ich fand das Video sehr interessant, so dass ich den Link von Tiergesundheit-aktuell auf die Afghanen-Mailingliste gesetzt habe.
Dort kamen etliche Mails von Afghanen-Besitzern die schon seit 3o Jahren barfen, damals sagte man ja auch Frischfleischfütterung. So habe ich in den 8oiger Jahren selbst Muskelfleisch gefüttert, aber immer mit Zusätzen, Flocken und Gemüse. Dann wurde eine Hündin sehr krank und musste 4 Jahre künstliche Enzyme für die Bauchspeicheldrüse nehmen und seitdem ging ich zu Fertigfutter über.
Eine Leserin schrieb von Feuchtfutter Rinti, Rinti ist kein Frischfleisch, aber hat total leckeren Pansen in Dosen, den mein Pudelmädchen liebt.
Zuviel Proteine ist nicht gut für die Haut. Die Ärztin sprach immer wieder von hochwertigem Futter, sicher meinte sie bestimmte Firmen der Futtermittelindustrie:-))))
LG Lotti
Also ich bin auch begeistert von Yvonnes Beitrag. Auch ich füttere seit gut 5 Jahren ausschließlich roh. Hatte nie irgendwelche Probleme damit. Am Anfang als ich Coco von Trofu auf BARF umgestellt habe mochte er es nicht, mittlerweile sind sie aber beide begeistert. Ich denke der Grund dafür waren die Lockstoffe im Trofu.
Coco erledigte als er nur von Trofu ernährt wurde am Morgen sicherlich 4x sein großes Geschäft und ich habe wirklich das beste Trofu das im Handel angeboten wird verwendet. Manchmal dachte ich da kommt mehr hinten raus als vorne rein. Jetzt ist sein Kot immer super fest und von der Menge auch ein Bruchteil! Es ist auch für mich klar, dass er das rohe Futter um einiges besser verwerten kann als das Trockenfutter.
Auch ich habe schon von beiden meiner Hunde Blutuntersuchungen machen lassen um sicher zu stellen, dass alles in Ordnung ist. Meine Hunde schaffen es leider öfters mir eine Kuss zu geben (obwohl ich das eigentlich zu Vermeiden versuche) und schlafen mit uns im Bett. Ich und mein Freund sind noch nie an einem der im Film besprochenen Bakterien infiziert worden.
Natürlich sollte man sich bevor man sich für die rohe Fütterung entscheidet etwas in das Thema einlesen aber so schwierig ist das ganze wirklich nicht. Beim Gemüse und Obst kann man ja einmal eine große Portion pürieren und dann in kleine Portionen teilen und einfrieren, dann ist das ganze auch nicht jeden Tag so viel Arbeit. Mein „Problem“ beim BARFen ist es, dass meine zwei Langnasen keine Knochen fressen wollen, Knorpel sind aber durchaus gerne gesehen. Es gibt allerdings im Handel auch Knochenmehl oder andere Kalziumpräparate zu kaufen, mit denen ich das ganze ergänze.
Ich finde das ganze für die Hunde auch viel abwechslungsreicher. Verschiedenste Fleischsorten, Ei, Gemüse aller Art, Reis, Nudeln, Flocken, verschiedenste Öle, Topfen, Sauerrahm, Joghurt, Honig, … Und das ganze täglich anders zusammengesetzt, da freut man sich doch richtig auf das Futter jeden Tag!
Ich könnte noch ewig hier weiter schreiben, wollte aber eigentlich nur meine persönlichen Erfahrungen kurz zusammenfassen!
Lg
Sabine und Co
Hallo Sandrina,
das mit der Gemischtfütterung (an manchen Tagen BARF und an anderen Trofu) hat bei mir den selben Grund wie bei dir: Mein Whippet ist auch ein Bürohund und ausserdem bin ich schon mal für eine Woche geschäftlich im Hotel, da wäre BARF doch etwas sehr umständlich.
Ich persönlich finde es auch besser, wenn der Hund alles frisst, was mache ich wenn ich z. B. ins Krankenhaus muss und der Hund ist bei meiner Ma wo es dann nur Trofu gibt?
@Marianne - tja das ist ein plausibler Aspekt, unser BARF ist natürlich nicht zu vergleichen mit frisch gerissenem Fleisch ….
Herzliche Grüsse aus Stuttgart
Sabine
Hallo,
aber unser Fleisch für Menschen durchläuft doch ähnliche Stadien und das fasse ich sogar noch mit der Hand an, was ich bei Pansen und Co. gerne vermeide
Hunde haben mit Bakterien usw. deutlich weniger Probleme als wir Menschen. Sie haben aggressive Magensäuren und einen realtiv kurzen Darm. Somit haben Bakterien eigentlich keine Chance.
Und anders herum könnte sich mein Hund auch bei Begegnungen mit fremden Hunden diverse Bakterien zusiehen und sie dann an mich weiter geben.
Ich habe manchmal so das Gefühl, dass diese Bakterien - Geschichte aus einer ganz bestimmten Ecke kommt um die Menschen in Panik zu versetzen …. ähnlich der Schweinegrippe und Klimaerwärmung… !
LG,
Yvonne
@Yvonne: stimmt! Immer diese Panikmache mit allem! Die Angst der Menschen lässt sie stillhalten.
Zum Barfen sag ich nur: Nur mit Fleisch bekommen meine beiden etwas auf die Rippen, dass sie gut ausschauen. Während sie ausschließlich Trofu bekamen, fraßen sie nur das allernötigste und sahen entsprechend aus :-(.
Ich küsse unsere Whippen täglich - und - unsere Hunde
bekommen täglich Fleisch roh - in großer Abwechslung,
gepaart mit vielerlei guten Sachen; es hat mich anfangs schon etwas
Überwindung gekostet, da wir persönlich Vegetarier sind, jedoch sehe ich wie gut diese Ernährung für das Wohlbefinden der Whippen ist und davon lasse ich mich nicht mehr abbringen.
Bedenklicher finde ich da schon - womit die “Lebensmittelindustrie” unsere Nahrung so “kontaminiert”…..
Sehr freundliche Grüße an die BARFer-Runde!
Gabriele Sch.
Danke für eure Tipps, die Broschüre von Swanie Simon hab ich gerade bestellt.
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