Engagement im Windhundverein
4.05.2010 von Marianne
Würden Sie sich im Windhundverein engagieren?
ja gern: 24%
eventuell: 44%
eher nicht: 16%
nein: 16%
Das ist ein interessantes Ergebnis. Dann los!
Mariannes Kennelblog
4.05.2010 von Marianne
Würden Sie sich im Windhundverein engagieren?
ja gern: 24%
eventuell: 44%
eher nicht: 16%
nein: 16%
Das ist ein interessantes Ergebnis. Dann los!
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Ein erstaunliches und sehr schönes Ergebnis. Aber was heißt “eventuell” ?
Wer sich einen Windhund zugelegt hat, weiß, dass er einen “Jäger” hat und was liegt näher, diesem Hund auch seine genetische Veranlagung ausleben zu lassen?
Natürlich kann man auch mit einem Windhund “nur” spazieren gehen oder mal eben “irgendwo” rennen lassen. Denn rennen will der Windhund, vor allem der Whippet.
Die Besitzer legt fest, ob sein Hund zufrieden ist mit dem, was er ihm bietet…aber kann er das wirklich beurteilen…Hunde können leider nicht sprechen und sagen: “Ich langweile mich!”
Ob Ballwerfen oder Kong…es ist nur ein Ersatz für das, was der Whippet wirklich kann und auch will, denn dazu ist er gezüchtet worden…
Wir reden hier über Ausstellungen, Standard, Richter etc. aber wir sprechen nie über die Veranlagung, die der Whippet auch ausleben möchte und durch Vereine Gottseidank auch kann.
Und wer jemals erlebt hat wie sein Whippet über die Bahn oder durch das Coursinggelände fegt, um letztlich einen “Hasen” zu erlegen, der weiß, wovon ich spreche…
wie ruhig zufrieden und ausgeglichen der Hund dann die ganze Woche über ist, bis das nächste Training angesagt ist und er das schon vorher weiß und wie die Augen vor Jagdbegeisterung anfangen zu glühen…wie er sich vom schmusigen Kissenwhippet in einen richtigen “Jäger” verwandelt.
Nun gibt es Leute die meinen, dass ihr Hund dann hinterher nur noch wegläuft um zu jagen. Stimmt nicht!!
Ein Schäferhund, der den Helfer mit Ärmel im Verein stellt und beißt, wird niemals privat einen Menschen beißen; ganz im Gegenteil sind es d i e Hunde, die ihren Trieb nicht im Verein ausleben können und eine angestaute Aggression haben.
Ein ausgelasteter Hund ist privat ruhig und zeigt eine innere Zufriedenheit.
Der Whippet, der niemals einen echten Hasen verfolgt hat wird im Laufe der Zeit auf diesen “Plastikhasen” (rot-weiße Bänder) weitestgehend “geprägt”, was nicht heißt, dass er nun niemals einen echten Hasen verfolgen wird…aber das Risiko haben wir ja generell bei jedem Windhund…n u r ein ausgelasteter Hund wird privat nicht ständig diese “jagdliche Herausforderung” suchen!
Und zum Vereinsleben: Wir haben hier um Umkreis einige Vereine, wo die Möglichkeit des Trainings besteht. Vereinsleben heißt: “Wir machen etwas gemeinsam! Wir stellen etwas auf die Beine…wir freuen uns über d a s, was wir gemeinsam geschaffen und geschafft haben…wir sitzen zusammen…wir lernen voneinander…wir tauschen uns aus….
wir haben in diesen kalten Zeiten ein wenig Zugehörigkeit…und wir und unsere Hunden haben Spaß!”
Aber ja, man ist auch nicht immer einer Meinung…aber man kann über alles diskutieren….das ist doch normal….und nur durch Diskussionen finden Änderungen statt….Schlechtreden und sich nicht engagieren ist im täglichen Leben die dämlichste Lösung. Und richtig stolz ist man, wenn alle gemeinsam Großes vollbracht haben…jeder ist im Verein ein Teil des Ganzen…wenn jedes Teil funktioniert, entsteht Erstaunliches….und allein schon d a s macht einen Verein aus!
Warum also nicht??? Denn wenn es die Vereine nicht mehr gibt, dann wird vielleicht der Whippet nur noch ein Sofahund oder ein Ballrenner sein….wie traurig!!!!
Gegenstimmen gibt es immer, aber jeder hat die Möglichkeit, sich selbst zu überzeugen, ob er und sein Hund “dabei” sein möchte oder nur der “Spaziergang”, wo man locker mit jemandem “quatschen” kann. Ein Whippet hat eigentlich mehr verdient als d a s!!
LG Gerda + Detlef
Birdie : Rennsieger Berlin-Brandenburg 2006
Arwen: Bermatinger Bären 2008
Jeannie: Trophy-Sieger Berlin-Brandenburg 2009
Mitglieder im Verein WSV Berlin/Bandenburg
Hallo,
ich gehöre zu den 16% die mit NEIN gestimmt haben.
Wenn ich Gerdas Kommentar lese, habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich meine beiden Whippets nicht rennen oder coursen lasse. Immer wieder habe ich darüber nachgedacht, ob sie nicht besser ausgelastet wären, wenn ich in einem Verein wäre. Der Austausch ist ja auch toll. Stimmt, Gerda, Gemeinsamkeit verbindet und so kann viel Positives entstehen.
Neben beruflicher Selbständigkeit, Mutter-Rolle, Hausfrau sein und Sport machen, finde ich schlichtweg keine Zeit, mich auch noch am Wochenende in einem Verein zu engagieren. Da will ich einfach mal ausschlafen und keine Termine oder Verpflichtungen haben.
Meine Hunde gehören zu den Ball- und Stockrennern, den Strohballen-Turnern, den Familien-Sofa-Hunden und als ich mich für den Whippet als Anfängerhund entschied, war mir nullkommanull bewusst, dass er so ein Jäger sein soll. Mir war er als “leicht zu erziehender Familienhund” bekannt.
Mich würde mal eine Statistik interessieren: Wieviele Whippets leben als Familienhunde und wieviele treiben aktiv Hundesport (rennen, coursen, Frisbee, Dogdance)?
LG Nina


Jamie: Sieger der Herzen 2005-2010
Joker: Sieger im Hoch- und Weitsprung 2009 und 2010
Didi: Gewinner des innerfamiliären Dog-Comedy-Preises 2010
Tja Gerda,
und wenn man dann die Welpenstatistik sieht und bedenkt, dass sich die Meldezahlen bei Rennen und Coursing nicht erhöht haben , kann man davon ausgehen, dass mittlerweile so 80 - 90 % der Whippets irgendwas machen, was sie so nebenher auch können. Und dann wird immer so klug daher geschwätzt, dass man doch unbedingt die Whippets als das erhalten müsse, als was sie mal gezüchtet wurden. Blödsinn. Dummer Quatsch. Gewäsch. Der Erhalt einer Fähigkeit zeigt sich in der Praxis und nirgendwo sonst.
Nina, das hat absolut gar nichts mit deinem Kommentar zu tun. Ich kenne dich nicht und kann mir also auch nicht anmaßen, zu beurteilen, was du tust. Es geht mir um das Gros der Rasse. Einzelne Halter hat es immer schon gegeben, die mit ihren Whippets an nichts teilgenommen haben und deren Hunde ganz sicher nicht unglücklich waren bzw. sind. Die hatten auf die Entwicklung aber auch früher keinen Einfluß. Was du über die Art und Weise schreibst, wie du Whippets kennen gelernt hast, ist das, was mir so furchtbar auf den Wecker fällt. Und es scheint ja mittlerweile offenbar gängiges Whippetmarketing zu sein, dass Whippets mit allem beworben werden, was sie u. a. auch können, aber ganz sicher nicht mit dem, was sie eigentlich sind.
@Ludwig: Ich nehme deinen Kommentar absolut nicht persönlich. Ich habe mich auch deswegen “geoutet”, weil ich provozieren wollte, im positiven Sinne, könnte auch sagen: “zum Austausch anregen”.
Ja, die “Vermarktung” des Whippet und seine ursprünglichen Bedürfnisse stimmen womöglich nicht überein?! Was mache ich da, als Frau, die sich einen Whippet und dann einen Zweiten zulegte, um “Familienhunde” zu besitzen?
Und die Züchterinnen und Züchter? Die könnten ja nur noch Welpen an Menschen verkaufen, die glaubhaft versichern, ihren Whippet rassespezifisch zu fordern, oder?
Also jetzt nochmal: Muss mein Whippet wirklich auf einer Rennbahn einem Flatterband hinterher rennen um seine genetische Veranlagung auszuleben, oder ist er auch mit gut durchdachten, abwechslungsreichen Spaziergängen (ohne “quatschen” aber dafür mit einem Artgenossen) ausgelastet???
Auch im Hinblick auf vergangene “Diskussionen” über Abrufen und Spaziergänge, etc. brennt mir das Thema “Auslastung” unter den Nägeln. Wenn am Schluss für mich bei raus kommt, dass meine Whippets NUR auf einer Rennbahn glücklich sein können, muss ich wohl in den sauren Apfel beißen und mich ins Vereinsleben stürzen…
Nachdenkliche Grüße,
Nina
Ich glaube nicht ernsthaft, dass sie wirklich müssen, weil es wohl einen gravierenden Unterschied ausmacht, ob ein Hund unglücklich lebt oder ob er es noch besser haben kann als sowieso schon. Da unsere Hunde immer gerannt sind und wir daran auch unseren Spaß hatten, wenn sie nicht vorne mitgerannt sind, bin ich durchaus voreingenommen, was die eigene Belastung angeht. Ich halte es nicht für sonderlich sinnvoll, wenn man sich dazu zwingen muss. Allerdings wärest du nicht die erste, die nach anfänglichen Bedenken süchtig wird. Wenn mir früher mal jemand erzählt hätte, dass ich am Sonntag Morgen (- AM SONNTAG-) um 3 Uhr aufstehe, um zu einem Hunderennen zu fahren, dann hätte ich diese Person wohl ausgelacht. Und ich habe auch noch mehr Dummfug gemacht.
Reräsentativer sind vielleicht Ingrid und Anton, die einen Hund für Agility gesucht haben und so auf Whippets gekommen sind. Sie sind dann auch irgendwann mal zur Rennbahn gegangen um zu sehen, wie er sich da macht. Das Ergebnis war etwas, was sie sich vorher nicht vorstellen konnten. Der Hund hatte schon jede Menge Betätigung mit Agility und Kopfarbeit und hat vom Wesen her einfach nur Spaß gemacht. Aber nach einem Training auf der Rennbahn war er die nächsten Tage noch ausgegelichener als so schon. Jetzt ist er in beiden Sportarten dabei. (Und mittlerweile der erste Whippet, der den Sprung in die höchste Agilityklasse geschafft hat.)
Was mir kurz nach dem Wachwerden gleich eingefallen ist: Meinen vorigen Kommentar kann ich so nicht stehen lassen. Man erhält Whippets natürlich weder durch Coursing noch durch Rennen als Kaninchenjäger. Als Kaninchenjäger kann man sie sowieso nicht erhalten, weil Hetzjagd verboten ist und deshalb nicht überprüfbar. Aber als wendige Kraftpakete kann man sie darüber schon erhalten. Als ruhendes Dynamit sozusagen. (Goethe irrte übrigens, als er die zwei Seelen dem Faust in den Mund legte.)
Hallo Ihr Lieben,
ich bin mit allen meinen Windhunden zum Rennen gegangen. Für mich war es immer wichtig meinen Hunden dieses Erlebnis zu geben. Der Erfolg war für mich Nebensache, hat sich aber trotzdem oft eingestellt, das ist dann ein Extra Bonbon.
Die Begeisterung der Hunde für’s Rennen ist einfach unbeschreiblich ! Wenn man das einmal erlebt hat, versteht man erst zu welcher Leistung z.B. ein Whippet in der Lage ist.
‘Nur so zum Spass’ kann ein Whippet vom 1. bis zum 8. Lebensjahr an Rennen teilnehmen, wenn es die Gesundheit erlaubt. Real hat ein Whippet eine Rennsaison mit Hochleistung ( ich meine mit Gewinnchancen ) so 2-3 Jahre je nach Kondition, manche auch länger.
Aber meistens gibt es dann Jüngere die einfach im wahrsten Sinne des Wortes überholen.
Ich würde es jedem Whippet Besitzer raten Rennen oder Coursing einmal aus zu probieren. Wie Gerda beschrieben hat, die Hunde sind danach sehr glücklich, zufrieden und ausgeglichen.
Im Verein muss man ja nicht unbedingt tätig werden, sie kämpfen auch alle um’s Überleben. ALLES kostet heute viel Geld ! Die Technik, das Gelände u.s.w. Unterstützung können alle gebrauchen, man bezahlt, und man bringt sich ein wenn man Lust hat. That’s the way !
Mit Lieben Grüssen
Ilona
Also ich behaupte, ein Whippet braucht, sofern er genügend Freilauf hat, keine Rennbahn zum zufrieden sein. Würden wir ab sofort nicht mehr zum Coursing oder Rennen fahren, dass wäre des einfach so, die Hunde nehmen es dankbar an, aber vermissen tun sie es nicht. Immer vorausgesetzt, dass die Whippets sich frei austoben können.
Wir werden aber trotzdem weiter Sport machen, weil es halt unbeschreiblich ist, ihnen beim Rennen und vor allem Coursen zuzuschauen, diese Dynamik ist schon toll. Das Zusammensein mit Gleichgesinnten ist ebenfalls sehr wichtig. Viele Freundschaften haben sich dadurch ergeben.
Liebe Grüsse
Karin
Ach Karin, da muß ich aber lachen…wie Du das so schön schreibst…dieses Erlebnis, ihnen beim “Jagen” zuzusehen…und Deine Hunde sind Klasse!!! Und was die Freundschaften betrifft….ohne diesen Sport hätte ich viele nette Leute nicht kennen gelernt, auch Dich nicht…und das war eine schöne Begebnung, an die ich noch gern zurück denke.
@Ilona, ich glaube, wir beide haben fast immer die gleichen Ansichten: Es macht Besitzern und Hunden unheimlich viel Spaß!
@Ludwig, ja, ja der Suchtfaktor!!!! Mir ging es auch so…ich wollte nur mal zusehen und hatte einen alten Afghanen übernommen aus einer Rennlinie (Namanabaski)….hui ist der mit 8 Jahren noch abgegangen! Wir waren platt und die ersten Suchtanzeichen fingen da schon an.
Und danach kam Whippet 1….und 2….und 3….(also mehr nicht!!) ***ggg***
Ich würde so gern den Skeptikern mal zeigen wie irre das sein kann…..welch ein Erlebnis für Besitzer und Hund…wenn sie doch nur mal kämen..kruzitürken ***ggg***
LG Gerda
Ja, ok, ich werde es ausprobieren. Aus Liebe zu meinen Hunden.
LG
Nina
Nina….sei immun gegen den “Suchtfaktor”***ggg***
LG Gerda
Ich bin auch erst spät zum Coursen gegangen, weil einem Hundeleute (Hundeschule etc) ja immer Angst machen, dass es den Jagdtrieb verstärke. Der war bei meinem aber so stark, dass ich dann dachte: Schlimmer kann’s nicht werden… Also hingegangen (Spencer war da schon gut 3 Jahre alt) und ausprobiert. Er ging schon beim ersten Mal ab wie Rakete - und das hat sich bis heute (er ist jetzt 8 Jahre alt) nicht geändert. Und bei mir schlug der Suchtfaktor zu… Es gibt einfach nichts Schöneres, als diese schönen Hunde rennen zu sehen. Eine echte Augenweide! Allerdings bin ich nicht in einem Verein, sondern das veranstaltet hier einer privat auf der Wiese - die netten Kontakte hat man hier dennoch! Mein Kleiner durfte auch schon seine erste Gerade laufen (ist jetzt 5 Monate alt) und fand es toll. Achtung Nina: wenn du es mal anfängst, wird es dich nicht mehr loslassen
Lg Silke
Bei Silkes Bemerkung zur Augenweide ist mir ein Beitrag im Fernsehen eingefallen, der vor ein paar Jahren über Tuareg und Azawakh lief. Darin wurde berichtet, das die Zivilisation mittlerweile so weit fortgeschritten ist, dass auch die Tuareg ihre Hunde nicht mehr zur Jagd einsetzen können. Sie züchten sie aber nach wie vor und zwar aus einem einzigen Grund: Sie wollen sie laufen sehen. Wie gut ich das verstehen kann!