Neues Feature bei The Whippet Archives
28.07.2011 von Marianne
Großartig!!! und DANKE, mehr muss man nicht sagen.

Für jeden eingetragenen Whippet wird per click auf Pedigree Analysis bis zur 7.Generation der Inzuchtkoeffizient aufgezeigt wie auch der Ahnenverlustkoeffizient. Hier zum Beispiel Superfly’s Positive Prospects. Die Hündin hat einen COI von 0,14% und einen Ahnenverlustkoeffizienten von 33,5%. In der Tabelle sieht man auf einen Blick wie oft die Vorfahren in der Ahnentafel aufscheinen. Es kann die Anzahl der Generationen im Button ausgewählt werden.





Das ist in der Tat eine sehr schöne Übersicht. Allerdings ist der AVK nicht mehr als eine Spielerei ohne ernsthaften Informationswert. Wenn man eine hochgradig inzüchtigen Border Collie mit einem hochgradig inzüchtigen Langhaardackel verpaart, haben die Nachkommen wahrscheinlich einen sehr hohen AVK bei einem IK von 0%. Der AVK berücksichtigt nicht, dass für die Betrachtung der Inzucht ausschließlich die gemeinsamen Vorfahren der Elterntiere von Interesse sind.
Das sieht man auch bei Krita, die bei 0,00% IVK einen höheren AVK hat als ihre Tochter .
Hallo Ludwig,
COI und AVK sind eben zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Und solange wir hier nicht wirklich Border Collie x Langhaardackel züchten, sind beide Werte von Belang.
Vereinfacht ausgedrückt sagt der COI etwas über den möglichen Zustand des Individuums aus. Dagegen deutet der AVK in einer geschlossenen Population mehr auf den züchterischen Wert des Individuums im Hinblick auf die genetische Varianz der geschlossenen Population hin.
Man kann sicher nicht immer in jeder Situation beide Werte mit allerhöchster Priorität berücksichtigen, aber weder ersetzt der COI den AVK noch der AVK den COI.
Natürlich sollte auch der gesunde Menschenverstand neben allen möglichen Werten mit berücksichtigt werden. Es ist sicher möglich, generationenlang immer wieder Topwinner aus aller Welt im Outcross anzupaaren und so COI sowie AVK niedrig zu halten. So erhält man aber natürlich keine genetische Vielfalt für die Rasse, für die Zukunft.
Man kann aber auch COI sowie AVK etwas strapazieren, indem in lockerer Linie auch aus Hunden “aus der zweiten Reihe” gezüchtet wird. Und das zum Wohle der Rasse im Hinblick auf die Varianz.
Ich finde es deshalb sehr wichtig, jegliche Werte als Hilfsmittel zu nutzen. (Ich liebe diesen Satz mittlerweile, er ging mir in letzter zeit irgendwie häufiger über die Tasten:) Werte und Testergebnisse sollten der Zucht dienen, aber nicht die Zucht den Werten und Testergebnissen. Oder einfacher ausgedrückt: COI und AVK entbinden nicht von der Notwendigkeit, sich die Ahnentafel genauer anzuschauen,
LG Monika